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EU AI Act: Was Kanzleien als Anwender von KI bis 2025/26 beachten sollten – und warum der JURA KI Assistent ein Compliance Plus ist

von RA Jan Lehniger | 21.08.2025

Der EU‑AI‑Act bringt ab 2025/26 klare Pflichten für den KI‑Einsatz in Kanzleien. Unser Beitrag ordnet die wichtigsten To‑dos ein – von Transparenz bis HR‑Use‑Cases – und zeigt, wie der JURA KI‑Assistent mit lokaler Anonymisierung & Quellenprüfung Compliance pragmatisch unterstützt.

Warum jetzt? Der EU‑AI‑Act ist veröffentlicht und tritt stufenweise in Kraft:

Ab 02.02.2025 gelten die allgemeinen Regeln und Verbote unzulässiger KI‑Praktiken (z. B. Social Scoring, manipulative Techniken) sowie eine Pflicht zu KI‑Kompetenz („AI‑Literacy“) für Anbieter und Anwender (Deployers).

Ab 02.08.2025 greifen Teile der Governance‑Struktur und erste Pflichten für General‑Purpose‑AI‑(GPAI‑)Anbieter – relevant bei der Auswahl externer KI‑Modelle.

Ab 02.08.2026 folgen u. a. die Transparenzpflichten (Kennzeichnung von Deepfakes; Hinweise bei KI‑Interaktion) und die meisten operativen Pflichten. Ein Teil der Hochrisiko‑Klassifikationsregeln greift ab 02.08.2027.

Was bedeutet das konkret für Kanzleien?

1) Use‑Cases prüfen & einordnen
Die meisten Kanzlei‑Anwendungen (Recherche, Entwürfe, Zusammenfassungen) sind regelmäßig nicht hochrisikobehaftet. Achtung bei HR‑/Recruiting‑Einsatz: KI zur Bewerberauswahl, Leistungsbewertung oder Personalsteuerung fällt regelmäßig in Hochrisiko‑Bereiche des Anhangs III – dann gelten zusätzliche Pflichten; in bestimmten Konstellationen ist vor dem Einsatz eine Grundrechts‑Folgenabschätzung (FRIA) nötig.

2) Transparenz einhalten
Ab Anwendung der Transparenzregeln gilt: Deepfakes (Bild/Audio/Video) müssen gekennzeichnet werden. KI‑Text, der „zur Information der Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse“ veröffentlicht wird, ist als KI‑generiert offenzulegen – es sei denn, der Beitrag wurde redaktionell geprüft und unterliegt einer verantwortlichen Redaktion. Für Mandantenkommunikation und Website‑News sollte ein kurzes Hinweis‑Konzept vorbereitet werden.

3) AI‑Literacy & Zuständigkeiten
Ab 02.02.2025 sollen Anbieter und Anwender dafür sorgen, dass beteiligte Personen ein ausreichendes KI‑Verständnis besitzen (Auswertung, Grenzen, Aufsicht). Empfehlung: Rollen (Owner/Reviewer) benennen, Kurzschulungen dokumentieren.

4) Hochrisiko‑Sonderpflichten (falls einschlägig)
Bei Hochrisiko‑Einsatz: menschliche Aufsicht sicherstellen, Eingabedaten (soweit unter eigener Kontrolle) auf Relevanz/Vertretbarkeit prüfen, Betrieb überwachen, Vorfälle melden und Protokolle mindestens 6 Monate aufbewahren.

5) Bußgelder kennen
Verstöße gegen Verbote: bis 35 Mio. € bzw. 7 % Umsatz. Sonstige Pflichtverstöße (z. B. Transparenz, Anwenderpflichten): bis 15 Mio. € bzw. 3 %. Falsche/irreführende Informationen an Behörden: bis 7,5 Mio. € bzw. 1 %.

Wichtig: Der AI‑Act ersetzt nicht DSGVO, ePrivacy oder berufsrechtliche Verschwiegenheit – diese gelten weiter.

Warum der JURA KI‑Assistent hier hilft

Der JURA KI‑Assistent anonymisiert Texte vor der Anfrage automatisch und ermöglicht damit die Nutzung externer Sprachmodelle unter Wahrung der Verschwiegenheit. Zusätzlich prüft er die in Antworten zitierten Gesetze und Urteile und verlinkt diese – ein Plus für Nachvollziehbarkeit und redaktionelle Prüfung. Das reduziert Risiken im Umgang mit personenbezogenen Daten und unterstützt die Dokumentation redaktioneller Kontrolle.

 

Kanzlei‑Checkliste (zum Abhaken)

1. Anwendungsfälle erfassen und grob klassifizieren (Standard vs. HR/Hochrisiko).

2. Transparenz‑Policy für Website/Newsletter festlegen (Kennzeichnung, Redaktionsfreigabe).

3. AI‑Literacy‑Training für Team & klare Verantwortlichkeiten dokumentieren.

4. Technische Schutzmaßnahmen aktivieren (z. B. Anonymisierung via JURA KI‑Assistent).

5. Verträge/Vendor‑Auswahl prüfen (GPAI‑Pflichten des Modellanbieters ab 02.08.2025).

6. Bei HR‑Einsatz: Prozesse, Protokollierung & ggf. FRIA vorbereiten.

Möchten Sie sehen, wie Sie mit dem JURA KI‑Assistenten produktiv arbeiten und kommende AI‑Act‑Pflichten pragmatisch adressieren? Jetzt Kurz‑Demo anfragen!

Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.

 

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